Osteopathie (von altgr. ὀστέον, ostéon, „Knochen“ und πάθος, páthos, „Leiden“) ist eine holistische Denkweise, welche den Organismus als Einheit von Körper, Geist und Psyche betrachtet. Bereits eine Verspannung der Muskulatur kann zu einer Fehlstellung der Wirbelkörper führen, wodurch Schmerzen verursacht werden können. Jede Abweichung vom idealen Gesundheitszustand des Organismus wird vom Körper zunächst kompensiert. Der Körper versucht, die zu kompensierenden Aufgaben mit anderen Strukturen des Körpers durchzuführen und nimmt dadurch bedingt verschiedene Schonhaltungen ein. Da die Strukturen, die diese Aufgaben nun wahrnehmen, jedoch nicht für deren Umsetzung bestimmt sind, kommt es durch diese Fehlbelastung früher oder später zur Überbelastung.

Diese wird dann in Form von unterschiedlicher Bemuskelung, einseitiger Steifheit, Taktunreinheiten bis hin zu Lahmheiten mit strukturellen Schäden oder anderen Symptomen (unter anderem auch innerer Krankheiten) sichtbar, die sich auch auf die Psyche des Pferdes auswirken. Osteopathie ist eine Auflösung, Störungsbeseitigung und Blockadenlösung der Wirbelkörper samt ihrer Weichteile. Basierend auf den tiefen Kenntnissen über Anatomie und Physiologie in Kombination mit feinstem Fingerspitzengefühl ist die Entdeckung von kleinsten strukturellen Abweichungen das Ziel der osteopathischen Behandlung. Die Verbindung und Interpretation dieser Befunde ermöglichen es, den Ursprung von Problemen zu finden und zu beheben.

 


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